Technologieunternehmen in der EU sollen helfen, 700.000 Jobs in der Informations- und Kommunikationstechnologie zu besetzen

Technologieunternehmen in der EU sollen helfen, 700.000 Jobs in der Informations- und Kommunikationstechnologie zu besetzen

Technologiefirmen sowie Anbieter digitaler Dienstleistungen haben sich gegenüber der Europäischen Kommission verpflichtet, bei der Besetzung von etwa 700.000 IT-Jobs in Europa zu helfen.

Eine Vielzahl der großen IT-Unternehmen hat beschlossen, sich am Aktionsplan der Europäischen Kommission aktiv zu beteiligen. Der Plan sieht vor, dass die Regierungen der EU-Mitgliedsstaaten enger mit diesen führenden Unternehmen zusammenarbeiten, um gemeinsam die EU-weite Problematik hinsichtlich einer rasant wachsenden Anzahl fehlender IT-Fachkräfte in Europa zu lösen. Durch eine signifikante Erhöhung von Praktikumsstellen, Schulungen und Weiterbildungsmöglichkeiten sollen junge Arbeitnehmer angesprochen und für eine Karriere im IT-Bereich gewonnen werden.

Die Präsidentin der Europäischen Kommission, Neelie Kroes, erklärte:

Die Lücke zwischen freien Stellen im IT-Bereich und qualifizierten Arbeitnehmern wächst genauso schnell wie die Schlange der Arbeitslosen vor den Arbeitsämtern. Regierungen und Unternehmen müssen an einem Strang ziehen, um diese Lücke zu füllen.

Die IT-Branche ist das Rückgrat der europäischen Wirtschaft und es ist unsere Aufgabe dafür zu sorgen, dass die junge Generation ihre Perspektive nicht verliert und Europa wettbewerbsfähig bleibt. Ich erwarte daher von den Unternehmen konkrete Zusicherungen. Diese Forderung vertrete ich vehement bei jedem Zusammentreffen mit den Wirtschaftspartnern. Die Kommission wird ihren Teil beitragen, aber im Alleingang wird uns das nicht gelingen. Firmen, Sozialpartner und Vertreter des Bildungswesens müssen mit uns Hand in Hand arbeiten.

Ein weiteres Element der Initiative der Europäischen Kommission ist der Launch von ‚Startup Europe‘. Die Plattform soll Unternehmensgründer während der Anlaufphase mit Hilfsmitteln und Programmen unterstützen.

Trotz steigender Arbeitslosenzahlen in vielen EU Mitgliedsstaaten sind es fehlende Kenntnisse im digitalen Bereich und nicht das Stellenangebot, welche in vielen Fällen einen Arbeitseintritt in die  Informations- und Kommunikationstechnologiebranche verhindern. Tatsächlich wächst die Anzahl an IT-Stellen jährlich um etwa 3%. Um so wichtiger ist es, so schnell wie möglich die Qualität der IT-Kenntnisse europäischer Arbeitnehmer zu verbessern.

Telefónica, Digital Europe Alcatel-Lucent, Randstad, ARM, Telenor Group und ENI, um nur einige zu nennen, sind Vorreiter und haben der Europäischen Kommission bereits ihre Unterstützung zugesagt. Man geht davon aus, dass sich andere bekannte Firmen anschließen, da beide Seiten  vom Aktionsplan profitieren. Namhafte Unternehmen können mit ihren Trainingsprogrammen die besten und intelligentesten Schul- und Universitätsabsolventen anwerben und sich dank ihrer Bemühungen über jede Menge positive PR freuen.

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