Handytarif günstig

Wer heute mobil telefoniert, muss nicht mehr viel Geld ausgeben. Jeder findet inzwischen einen Handytarif, der günstig ist. Dabei kann man im Mobilfunkbereich sogar mit gutem Gewissen von „billig“ sprechen. Immerhin sind die Minutenkosten mittlerweile so niedrig, obwohl die Gesprächsqualität natürlich bei allen Netzbetreibern gleich gut ist und auch die Versorgung praktisch in der gesamten Republik funktioniert. Immerhin besitzt ja der Großteil der Menschen in Deutschland ein Handy und dieses ist ein enorm wichtiges Kommunikationswerkzeug geworden, das dem Festnetz zunehmend den Rang abläuft. Schließlich kann man mit dem Handy bequem von überall telefonieren und ist zudem nicht fix an einen Betreiber gebunden, wie dies beispielsweise bei der Telekom lange Zeit der Fall war.

Beim Handy kann man auch problemlos seine bisherige Rufnummer zu einem neuen Provider „mitnehmen“, was natürlich davon abhängig ist, ob man noch eine aufrechte Vertragsbindung beim bisherigen Anbieter hat. Die meisten Handytarife werden heute zusammen mit einem neuen Mobiltelefon angeboten, wobei hier die günstigen Gerätepreise sowohl bei Abschluss eines Neuvertrags als auch bei einer Verlängerung der bisherigen Verpflichtung gewährt werden. Die preislich stark subventionierten Modelle sind immer technisch auf dem neuesten Stand und werden durch den zu erwartenden Umsatz des Kunden beim Netzbetreiber abbezahlt. Das funktioniert natürlich nur so lange, wie genügend Gewinne gemacht werden können. Durch den Preisverfall im Tarifbereich in den letzten Jahren könnten die Telekom-Firmen jedoch schon bald von den 1-Euro-Handys Abstand nehmen, denn die Margen bei den Minutenpreisen werden immer geringer.

Deshalb könnte schon bald ein Handytarif zwar weiterhin sehr günstig sein, das dazu passende Mobiltelefon jedoch teurer werden. In der Regel sind die Geräte in Deutschland ja nur zwei Jahre im Einsatz und verstauben dann in einer Schublade oder landen im Handyshop bzw. bei eBay. Im Lauf der Vertragsbindung muss der Netzbetreiber also die Kosten für die Subvention über den Tarif hereinbringen, sonst sieht die Erfolgsbilanz negativ aus. Immerhin verlangen die Kunden sowohl günstige Gesprächspreise als auch billige Handys, die möglichst viel leisten. Bei der Auswahl des jeweiligen Tarifs sollte man die letzten paar Rechnungen des bisherigen Providers zur Hand nehmen und nachsehen, in welche Netze man am meisten telefoniert hat bzw. wie groß die Anzahl der Aktiv-Minuten ist.

Dann stellt sich die Frage: Wird sich mein Telefonie-Verhalten durch einen neuen Vertrag verändern? Bin ich mit meinem bisherigen Vertrag grundsätzlich zufrieden und möchte einfach weniger zahlen? Oder bin ich unzufrieden, weil sich mein Telefonverhalten nicht mit den Konditionen des Vertrags deckt? Diese und andere Punkte müssen vor einem Neu-Abschluss geklärt werden, denn nur so kann man sicher sein, dass man nicht langfristig draufzahlt.

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