KI-Dienste können bei Suchanfragen Inhalte mehrerer Websites zusammenfassen und einzelne Seiten verlinken. LLMO steht für die Optimierung von Inhalten für große Sprachmodelle, also KI-Modelle, die Texte verarbeiten und erzeugen. Dazu gehören Maßnahmen, mit denen diese Dienste relevante Seiten leichter finden, ihren Inhalt richtig verstehen und als Quelle verwenden.
Beginnen Sie mit den wichtigsten Seiten Ihres Unternehmens oder Ihrer Redaktion. Prüfen Sie, ob Suchdienste auf die Seiten zugreifen können, machen Sie ihre Inhalte klarer und besser belegbar und beobachten Sie anschließend, ob die Seiten in KI-Suchergebnissen erscheinen. Keine bestimmte Textform oder technische Einstellung garantiert eine Erwähnung.
Wählen Sie wichtige Seiten
Starten Sie mit wenigen Seiten, bei denen eine richtige Antwort für Leser besonders wichtig ist. Für ein Unternehmen können das Produktseiten, Leistungsbeschreibungen oder Informationen zu Preisen und Verfügbarkeit sein. Eine Redaktion kann mit wichtigen Ratgebern, Erklärstücken oder Beiträgen mit eigener Recherche beginnen.
Für eine Website zu Smartphones eignen sich etwa Ratgeber zu häufigen Geräteproblemen. Eine Seite über einen schnell leerlaufenden Akku sollte zuerst erklären, welche Ursachen infrage kommen und welche Schritte Leser ausprobieren können. Sie sollte außerdem klar angeben, für welche Geräte oder Betriebssystemversionen die Hinweise gelten. So finden Leser schneller eine passende Antwort, und ein KI-Dienst kann die Aussagen besser zuordnen.
Wählen Sie zunächst fünf bis zehn Seiten für einen ersten Test aus. Diese Zahl hilft, den Umfang überschaubar zu halten. Sie ist keine Schwelle, die nachweislich für bessere Sichtbarkeit sorgt. Notieren Sie für jede Seite, warum sie Vorrang hat und welches Ergebnis Sie beobachten wollen, etwa häufigere Zitate oder mehr Besuche von Menschen, für die Ihr Angebot relevant ist.
Prüfen Sie den Zugriff für Suchcrawler
Eine hilfreiche Seite nützt wenig, wenn Suchdienste sie nicht abrufen dürfen. Kontrollieren Sie deshalb bei den ausgewählten URLs, ob sie öffentlich erreichbar sind und keine unbeabsichtigte Sperre enthalten. Suchcrawler sind Programme, die Websites automatisch abrufen. Dazu gehören fehlerhafte Serverantworten, ein noindex-Eintrag, Regeln in der robots.txt, eine Login-Schranke oder eine Firewall, die Suchcrawler blockiert. Prüfen Sie auch, ob die kanonische URL, also die als maßgeblich festgelegte Seitenadresse, auf die gewünschte Seite verweist.
Entscheiden Sie getrennt, welchen Zugriff Sie erlauben möchten. OpenAI beschreibt den OAI-SearchBot als Crawler für die Sichtbarkeit in der ChatGPT-Suche. GPTBot betrifft das Crawling für ein mögliches Modelltraining. Die Freigaben sind unabhängig voneinander. Eine Freigabe für die Suche bedeutet daher nicht automatisch eine Freigabe für Trainingszwecke.
Google bietet seit dem 31. August 2026 in der Search Console eine Einstellung, mit der Sie festlegen, ob Ihre Website in bestimmte generative Suchfunktionen einbezogen wird. Laut Google ist die Einstellung standardmäßig aktiviert. Prüfen Sie die Einstellung, bevor Sie eine Entscheidung über die Reichweite Ihrer Inhalte treffen. Ein Ausschluss betrifft die entsprechenden generativen Suchfunktionen und sollte deshalb mit den zuständigen Personen für Inhalte und Rechte abgestimmt sein.
Verbessern Sie Inhalte für KI-Suchen
Überarbeiten Sie die ausgewählten Seiten so, dass eine Person die Hauptaussage schnell versteht und wichtige Angaben überprüfen kann. Stellen Sie die Antwort auf die zentrale Frage früh bereit. Erklären Sie Fachbegriffe bei der ersten Verwendung und benennen Sie Einschränkungen direkt. Bei einem Ratgeber zu Smartphone-Akkus gehört zum Beispiel dazu, zwischen allgemeinem Rat und Schritten zu unterscheiden, die nur für bestimmte Geräte gelten.
Belegen Sie konkrete Aussagen mit passenden Quellen. Unternehmen sollten Produktmerkmale, Preise, Verfügbarkeit und Kontaktangaben aktuell halten. Redaktionen sollten Autorenschaft, Veröffentlichungs- und Aktualisierungsstand sowie die Herkunft wichtiger Zahlen und Behauptungen deutlich machen. Eigene Daten, Tests oder Recherche bieten zusätzlichen Informationswert, wenn Methode und Grenzen nachvollziehbar sind.
Google empfiehlt hilfreiche, originelle Inhalte und verlangt keine besondere Schreibweise für generative Suchfunktionen. Auch ein bestimmtes Schema-Markup, also strukturierte Angaben im Seitenquelltext, ist laut Google keine Voraussetzung für diese Funktionen. Korrekte strukturierte Daten können Teil der allgemeinen Suchmaschinenoptimierung sein, garantieren aber keine Darstellung. Google nennt außerdem llms.txt und künstlich aufgeteilte Textabschnitte nicht als notwendige Maßnahmen für die generative Suche. Solche Formate sollten daher nicht zulasten der eigentlichen Inhalte priorisiert werden.
Planen Sie erste LLMO-Maßnahmen
Für den Anfang genügen wenige, klar zugeordnete Aufgaben:
- Prüfen Sie Erreichbarkeit, Indexierung und Freigaben der ausgewählten Seiten.
- Korrigieren Sie veraltete Angaben, widersprüchliche Aussagen und defekte Quellenverweise.
- Überarbeiten Sie die Hauptantwort, die Gliederung und die Belege auf den wichtigsten Seiten.
- Sehen Sie in der Google Search Console und den Bing Webmaster Tools nach, welche Berichte für Ihre Website verfügbar sind.
Legen Sie fest, wer welche Aufgabe übernimmt. Die Redaktion oder das Fachteam prüft Aussagen und Quellen. SEO-Verantwortliche kontrollieren Indexierung und Suchberichte. Webentwicklung oder IT prüft, ob die Website korrekt ausgeliefert wird und ob Robots-Regeln oder die Firewall Suchcrawler blockieren. Kommunikation, Recht oder Geschäftsverantwortliche klären, welche Inhalte für welche Dienste zugänglich sein sollen. Bei einer kleinen Organisation kann eine Person mehrere Aufgaben übernehmen; entscheidend ist, dass jede Entscheidung eine zuständige Person hat.
Halten Sie vor Änderungen drei Punkte schriftlich fest: Welche Seiten bearbeiten Sie zuerst? Welche Dienste sollen darauf zugreifen dürfen? Welche Kennzahl zählt für Sie als Fortschritt? So vermeiden Sie, dass eine technische Freigabe ohne redaktionelle oder geschäftliche Abwägung erfolgt.
Messen Sie KI-Sichtbarkeit und Geschäftserfolg
KI-Sichtbarkeit hat mehrere Stufen: Eine Seite muss erreichbar und für Suchdienste auffindbar sein. Dann muss sie in einer erzeugten Antwort erscheinen oder als Quelle genannt werden. Daraus können Besuche oder gewünschte Handlungen entstehen. Eine Erwähnung ist daher nicht dasselbe wie ein Klick, und ein Klick ist noch kein Geschäftserfolg.
Die Google Search Console bietet einen Bericht zu Impressionen in AI Overviews und AI Mode. Eine Impression zeigt Sichtbarkeit in diesen Suchfunktionen, aber nicht automatisch einen Besuch oder eine Anfrage. Bing Webmaster Tools weist Zitate in Copilot, KI-generierten Bing-Zusammenfassungen und ausgewählten Partnerintegrationen aus. Bing betont, dass Zitate weder Klicks noch Rankings messen. Außerdem belegt eine Veränderung im Bericht nicht, dass eine einzelne Textänderung sie verursacht hat.
Ergänzen Sie die Berichte durch eine kleine, regelmäßig wiederholte Prüfung. Legen Sie konkrete Nutzerfragen fest und stellen Sie sie in denselben KI-Suchdiensten. Notieren Sie Datum, Dienst, genaue Frage, verlinkte URL und ob die Antwort die Seite korrekt wiedergibt. Bei einer Smartphone-Redaktion könnten Sie beispielsweise beobachten, ob ein eigener Ratgeber bei einer Frage zu einem bestimmten Geräteproblem als Quelle verlinkt wird. Einzelne Antworten zeigen nicht zuverlässig, wie die Ergebnisse insgesamt ausfallen. Sie variieren je nach Frage, Zeitpunkt, Standort und Dienst.
Vergleichen Sie die Entwicklung der Impressionen oder Zitate mit Verweisbesuchen und den für Sie wichtigen Zielen, etwa Anfragen, Käufen oder Abonnements. Notieren Sie vor einer Änderung den Anlass. Wenn Sie eine Produktseite wegen veralteter Angaben aktualisieren, können Sie später prüfen, wie sich die Messwerte entwickelt haben. Der zeitliche Vergleich zeigt eine Veränderung, beweist aber allein keine Ursache.
Wählen Sie belegbare LLMO-Maßnahmen
Forschung zur Optimierung für generative Suchmaschinen zeigt, dass Änderungen daran, wie Inhalte dargestellt und belegt werden, in kontrollierten Tests die Sichtbarkeit beeinflussen können.
Behandeln Sie deshalb LLMO als Ergänzung zu technischer Suchmaschinenoptimierung und sorgfältiger redaktioneller Arbeit. Verbessern Sie Seiten, weil sie für Leser klarer, aktueller und überprüfbarer werden. Messen Sie anschließend, ob sich ihre Sichtbarkeit und die daraus entstehenden Besuche verändern. Investitionen in größere Maßnahmen sind erst sinnvoll, wenn die ersten Ergebnisse zu Ihren Zielen passen.