Beim Einrichten eines neuen Smartphones müssen Sie Ihren Mobilfunktarif auch auf dem neuen Gerät aktivieren. Eine eSIM ist eine digitale SIM-Karte, die den Tarif auf dem Smartphone speichert. Je nach Smartphone und Anbieter übertragen Sie das Profil direkt oder fordern eine neue Aktivierung an.
Löschen Sie das eSIM-Profil auf dem alten Gerät erst, wenn Sie mit dem neuen telefonieren und mobile Daten nutzen können. Nach einer erfolgreichen Übertragung wird das alte Profil häufig automatisch deaktiviert.
Voraussetzungen für den eSIM-Umzug
Sie können die eSIM direkt übertragen, wenn beide Geräte und Ihr Mobilfunkanbieter diese Übertragungsart unterstützen. Entscheidend ist unter anderem, ob Sie von einem iPhone auf ein anderes iPhone, zwischen Android-Geräten oder zwischen iPhone und Android wechseln. Prüfen Sie deshalb vor dem Start die Hinweise Ihres Anbieters und des Geräteherstellers.
Laden Sie beide Smartphones auf und verbinden Sie sie mit WLAN. Halten Sie das alte Gerät entsperrt und griffbereit. Aktivieren Sie Bluetooth, wenn die Geräte es für die Übertragung benötigen. Bei manchen Android-Übertragungen muss auf dem neuen Smartphone außerdem eine Displaysperre eingerichtet sein.
Sie müssen die eSIM zusätzlich übertragen. Wenn Sie Fotos, Apps und Einstellungen auf das neue Handy kopieren, wird Ihr Mobilfunktarif dadurch nicht automatisch übertragen.
eSIM zwischen iPhones übertragen
Apple bietet eine Schnellübertragung zwischen iPhones an, sofern der Mobilfunkanbieter sie unterstützt. Dafür müssen beide Geräte mit demselben Apple Account angemeldet sein. Das alte iPhone muss entsperrt und in der Nähe sein, und Bluetooth muss auf beiden Geräten eingeschaltet sein.
Starten Sie die Übertragung während der Einrichtung des neuen iPhones oder später in den Einstellungen. Folgen Sie den Hinweisen auf beiden Geräten. Sobald Ihr Tarif auf dem neuen iPhone aktiviert ist, wird die bisherige eSIM auf dem alten iPhone deaktiviert.
Erscheint keine Übertragungsoption, unterstützen Ihr Anbieter oder die beiden Geräte den direkten Wechsel nicht. Fragen Sie dann beim Anbieter nach einer neuen eSIM-Aktivierung.
eSIM zwischen Android-Geräten übertragen
Google beschreibt für Pixel-Smartphones eine automatische Übertragung während der Einrichtung und eine Option für den späteren Wechsel. Für die automatische Übertragung müssen beide Geräte Android 12 oder neuer verwenden, aktuelle Google-Play-Dienste haben und eine Displaysperre eingerichtet haben. Auch Ihr Anbieter bestimmt, wie die Übertragung abläuft.
Bei Samsung finden Sie den Übertragungsweg unter Einstellungen > Verbindungen > SIM-Manager > eSIM hinzufügen. Sie müssen die Übertragung möglicherweise auf dem alten Gerät bestätigen und einen sechsstelligen Code eingeben. Welche Geräte und Anbieter mitmachen, hängt vom Modell und der Region ab.
Wenn die automatische Übertragung nicht angeboten wird oder fehlschlägt, unterscheiden sich die Menüs je nach Android-Handy. Nutzen Sie in diesem Fall die Angaben für Ihr konkretes Modell oder wenden Sie sich an den Mobilfunkanbieter.
eSIM zwischen iPhone und Android übertragen
Beim Wechsel zwischen den Betriebssystemen ist die Unterstützung besonders stark von Gerät und Anbieter abhängig. Apples beschriebene Übertragung von Android auf iPhone setzt iOS 26 oder neuer und ein kompatibles Android-Gerät mit Android 16 oder neuer voraus. Apple nennt für Deutschland Telekom und 1&1 als unterstützte Anbieter. Samsung nennt dieselben Anbieter für bestimmte Übertragungen von iOS auf Galaxy-Geräte.
Diese Unterstützung gilt nicht automatisch für jeden Tarif und jedes Smartphone. Prüfen Sie daher vor dem Gerätewechsel, ob Ihr Anbieter und beide Modelle den Wechsel zwischen iPhone und Android unterstützen. Fehlt die Option auf einem der Geräte, muss der Anbieter die eSIM neu aktivieren.
Wenn der direkte eSIM-Transfer scheitert
Viele Anbieter stellen die eSIM über ihre App oder das Kundenkonto neu bereit. Die Telekom nennt dafür unter anderem die MeinMagenta App und das Kundencenter. Vodafone bietet den Gerätewechsel über seine App an. Je nach Tarif kann der Anbieter einen neuen QR-Code, einen Aktivierungslink oder eine andere Freischaltung bereitstellen.
Ein bereits verwendeter QR-Code lässt sich nicht bei jedem Anbieter erneut nutzen. O2 gibt beispielsweise an, dass ein eSIM-Profil nach der Installation nur einmal heruntergeladen werden kann. Für eine weitere Installation ist dort eine Tausch-eSIM erforderlich. Diese Regel gilt nicht automatisch auch bei anderen Anbietern.
Kosten und Dauer hängen vom Anbieter und dem gewählten Verfahren ab. Klären Sie deshalb vor einer erneuten Aktivierung, ob Gebühren anfallen und ob Sie einen neuen QR-Code oder eine andere Freischaltung benötigen.
Neues eSIM-Profil testen, bevor Sie das alte löschen
Prüfen Sie nach der Aktivierung, ob das neue Smartphone mit dem Mobilfunknetz verbunden ist. Tätigen Sie einen Anruf und testen Sie mobile Daten, während WLAN ausgeschaltet ist. Erst wenn beides funktioniert, sollten Sie das alte eSIM-Profil löschen oder das alte Smartphone zurücksetzen.
Wenn die Übertragung fehlschlägt, funktioniert die bisherige eSIM möglicherweise auf dem alten Gerät weiter. Lassen Sie das Profil zunächst dort und kontaktieren Sie den Anbieter. So behalten Sie den Zugang zum Mobilfunknetz, während die Aktivierung auf dem neuen Smartphone geklärt wird.