Self-Assessment – so bewerten Jugendliche ihr Handyverhalten. Das Handy ist für viele Kinder und Jugendliche heute unverzichtbar, was für ihre Eltern nicht immer verständlich ist. Die Kinder sollten zunächst ein Mobiltelefon ohne Internetzugang erhalten. Das Handy ist heute eine multimediale Kommunikationsplattform und gerade für Kinder und Jugendliche ein unverzichtbarer Bestandteil des täglichen Lebens. Benutzung von Mobiltelefonen durch Kinder und Jugendliche.
So benutzen Jugendliche das Handy
Das haben schon viele Mütter und Väter dem Medienerzieher Johannes Wenzel gestellt. Sie beklagen sich oft, dass ihr Handy “zum besten Begleiter und besten Freunde ihres Sohnes geworden ist”, sagt er. Wer versucht, dem Kleinkind das Instrument für ein paar Minuten zu nehmen – es löst ein furchtbares Geschrei, Gekreische und Dröhnen aus.
Viele solcher Fallbeispiele sind Johannes Wenzel bekannt. Dem Medienpädagogen aus Münster zufolge haben viele Mütter und Väter noch immer vor Augen, dass die Nutzung von Smartphones nicht nur junge Menschen “süchtig macht, sondern auch ihre geistigen Kräfte reduziert”. So breitet sich in vielen Häusern der Gedanke aus, dass das Handy dem Klang von Tolkien’s “Herr der Ringe” ähnelt: Wer es in die Hände nimmt, fällt darauf rein und wird mißgebildet.
Ja, es gibt Risiken durch die Nutzung von Smartphones, die von Abhängigkeit und Schikanen bis hin zum Konzentrationsverlust für den schulischen Erfolg gehen. Dies war die zentrale These auf der Tagung der LfM in Düsseldorf zur Fragestellung “Wie benutzen Jugendliche und Jugendliche das Handy? Schon bald wurde klar, dass die grösste staatliche Medienagentur der Republik diesem handtellergrossen Apparat einen Ganztageskongress gewidmet hat – als sie ihre Untersuchung zur Nutzung des Internets durch Jugendliche und Jugendliche vorlegte.
Nicht nur das Medium des Internets, sondern auch das Handy übertrifft laut ihr das Medium der Unter-18jährigen. Nach einer Umfrage der Universität Mannheim unter 500 Erwachsenen und 500 Jugendlichen zwischen acht und 14 Jahren sind 64% dieser Altersklasse bereits via Handy im Netz, bei den 13- bis 14-Jährigen sind es bereits 86%.
Im Jahr 2013 waren Jugendliche zwischen 12 und 19 Jahren im Schnitt 179 Min. pro Tag im Internet (im letzten Jahr waren es 60 Min. weniger). Zur Gegenüberstellung: Laut einer Untersuchung des medienpädagogischen Forschungsverbundes Südwest hat diese Altersklasse im Schnitt nur 111 min pro Tag ferngesehen. Die alarmierenden Effekte von stundenlangem Tippen und Schmieren auf dem Mini-Bildschirm wurden auch durch die Untersuchung des LfM aufgedeckt.
Jeder zweite Teilnehmer beklagte, dass sein Handy ihn von seinen Aufgaben abgelenkt habe, gut 40 % hatten bereits personenbezogene Informationen zu ihrem eigenen Nachteil veröffentlicht, jeder vierte klagte über Stressbelastungen durch übermäßigen Handygebrauch, jeder fünfte erklärte, dass er durch übermäßigen Handygebrauch in Schulprobleme geraten sei. Jeder zehnte Mensch im Netz ist bereits einem Mobbing zum Opfer gefallen. 2.
Der Smartphone-Experte Markus Merkle schlug auf dem Kongreß vor, die Kinder an ein zielgerichtetes “Handy-Fasten” heranzuführen oder in schwerwiegenden Ausnahmefällen den Weg zum Psychotherapeuten nicht zu scheut. Doch selbst unter den acht Prozentpunkten der von Sucht bedrohten Menschen wird nur eine kleine Gruppe als behandlungsbedürftig angesehen. Nicht umsonst wird nur ein kleiner Teil der 21% der ” schwer Betroffenen ” als Suchtrisiko klassifiziert.
Denn Jugendliche übernehmen in der Regel die Funktion vieler Kommunikationsmittel auf das Smartphone: Sie führen Telefonate und Kommunikation mit ihm, lauschen Musiktiteln und Botschaften auf dem Handy. Außerdem spielt er Partien, für die seine alten Brüder früher getrennte Stationen eingerichtet haben. Wenn Sie sich die acht Prozente der Süchtigen ansehen, sollten Sie nicht außer Acht lassen, dass diese Zahlen eine zweite beinhalten: 92 Prozente der jugendlichen Nutzer von Smartphones sind nicht süchtig machend.
Inwieweit in Zukunft noch mehr junge Menschen zu dieser großen Zahl zählen werden, hängt von den Familien, aber auch von den Schulklassen ab. Der LfM-Studie zufolge enthalten sich immer noch 15 Prozente der Erziehungsberechtigten der Medienbildung, d.h. der Kanalisierung, Kontrolle und Begrenzung des Medienkonsums ihrer Paten. Laut Johannes Wentzel ist dies zum Teil darauf zurückzuführen, dass die erste Generation der Erziehungsberechtigten gerade mit Kindern arbeitet, die das Handy bereits in den Fingern hatten, bevor sie gut reden konnten.
Im Kindesalter dieser Erziehungsberechtigten gab es die Vorrichtungen nicht. Aber sie sollten nicht für alle Familienmitglieder einladend sein. Nach wie vor gelten sie als Grundlage einer erfolgreichen Medienbildung. Werden sie ” mit Klinge, Platte oder Handy den gedeckten Esstisch ” (Wentzel), sind alle weiteren Versuche der Erziehung überflüssig – weil es an Seriosität fehlt.
Hartnäckigkeit ist auch im Ringen um eine moderate Smartphone-Nutzung durch den Nachwuchs gefragt – wie bei jedem anderen Bildungsthema, sei es bei den Aufgaben, beim Fernsehkonsum oder bei der Rückkehr am Abend. Laut der Untersuchung streben rund 85 Prozent aller Mütter und Väter danach, langfristig die gewünschten Nutzungsgewohnheiten des Smartphones umzusetzen. Es handelt sich dabei um die älteren Studenten, die Fünft- und Sechstklässler in einem jugendlichen Style über Gefährdungen im Internet ausbilden.
Darüber hinaus hat das LfM Websites wie das Internet-ABC für Jugendliche oder den Mobilfunksektor für Jugendliche eingerichtet, die zu einem umsichtigen Umgang mit dem Internet führen. Es zeigt auch, dass sich Familie und Kind in einem Aspekt einig sind: Durch die Ausbreitung von Mobiltelefonen und Kurierdiensten wird die Verständigung innerhalb der Familie erheblich verbessert.