T-Mobil D1

T-Mobil D1

Die T-Mobile Deutschland GmbH ist eine Tochtergesellschaft des Telekommunikationskonzerns Deutsche Telekom AG. Das 1993 gegründete Unternehmen, welches neben T-Com und T-Systems eines der drei strategischen Geschäftsfelder des einstigen Staatsunternehmens darstellt, firmierte anfangs unter der Bezeichnung DeTeMobil Deutsche Telekom MobilNet GmbH, änderte seinen Namen zwischenzeitlich auf T-Mobil und ist nun seit Längerem als T-Mobile bekannt. Der in Bonn sitzende Telekommunikationsdienstleister zählt zu einem der vier deutschen Netzbetreiber (zusammen mit Vodafone D2, E-Plus und O2) und war die erste Mobilfunkgesellschaft, die im sogenannten D-Netz aktiv wurde. Daher entwickelte sich im Laufe der Zeit die auch heute immer noch oft als Synonym für T-Mobile gebrauchte Markenbezeichnung T-D1.

Derzeit beschäftigt die deutsche Gesellschaft rund 44.000 Mitarbeiter (davon ca. 7.000 in Deutschland) und konnte nach letzten Angaben über einen Kundenpool im Umfang von 34 Millionen Nutzern verfügen – damit steht T-Mobile an der Spitze des deutschen Mobilfunkmarktes. Dennoch: Die relativen Marktanteile des Mobilfunkriesens sind innerhalb des letzten Jahrzehnts um ca. fünf Prozentpunkte zurückgegangen. Der Grund hierfür dürfte in erster Linie in der zunehmenden Konkurrenz liegen. Neben den kürzlich erstarkten Direktmitbewerbern Vodafone D2 und O2 wird das Unternehmen zusätzlich durch diverse Serviceprovider und Mobilfunkdiscounter bedrängt, die häufig das E-Plus oder O2-Netz nutzen. T-Mobile ist im Mobilfunkbereich sowohl als Netzbetreiber, als auch in der Tätigkeit eines Mobilfunkdiscounters vertreten. Congstar, so die Bezeichnung der neuen Marke, soll als eigenständiges Geschäftssegment Kunden locken, die bisher insbesondere von der Vertragsbindung und fixen Kosten zurückgeschreckt wurden. In diesem Sinne ist Congstar als Prepaid-Marke konzipiert, d. h. die Kunden erwerben eine unverbindlich nutzbare SIM-Karte, die vor der Nutzung mit Guthaben „aufgefüllt“ werden muss. Feste Kosten, wie z. B. Mindestumsätze, Paketpreise oder Grundgebühren, entstehen dabei keine. Eine vertragliche Mindestlaufzeit existiert ebenfalls nicht.

Neben diesen Vorteilen können Congstar-Kunden zu wesentlich günstigeren Konditionen (Gesprächs- und SMS-Kosten sind auf einem einheitlichen Niveau, welches teilweise unter dem herkömmlicher T-Mobile-Vertragstarife liegt) telefonieren bzw. Kurzmitteilungen versenden. Im gleichen Zuge müssen allerdings deutliche Abstriche im Servicebereich gemacht werden; dieser erfolgt ausschließlich über das Internet oder Servicenummern. Der T-Punkt als zentrale Anlaufstelle scheidet also aus. Anders hingegen bei den T-Mobile-Direktleistungen. Hier wird grundsätzlich voller Service – sowohl in den Filialen, als auch über kostenlose Service-Hotlines oder im Internet – geboten. Dafür telefoniert der gewöhnliche Nutzer allerdings auch zu höheren Verbindungspreisen. Neben umfangreichem Service wird hier aber auch das volle Leistungsangebot zur Verfügung gestellt: Mobiltelefonie, SMS, MMS und mobiles Internet via UMTS (aktuell über das schnellere HSDPA und in naher Zukunft über die dritte Ausbaustufe HSUPA) können nur über T-Mobile in Anspruch genommen werden.

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